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Madeira 1999Und wenn Du denkst, dass es nach unten tief runter geht,
Warum Madeira? Warum nicht? Für einen Kurztrip von maximal einer Woche erschien uns diese Insel ideal. Nur die Tatsache, dass wir Anfang Januar fahren wollten, war hinsichtlich des Wetters ein kleines Risiko.
Das vermeintlich kleine Risiko machte aus unserem Urlaub ein kleines Abenteuer und verlieh der Reise die notwendige Würze. Ein Orkantief tobte sich genau dieser Woche über den Kanaren aus. Die Ausläufer bekamen wir auf Madeira deutlich mit. Meterhohe Wellen, Sturm und Regen. Nebenbei bemerkt wäre aus dem Inselaufenthalt beinahe nichts geworden. Wer Maderias Flughafen Funchal kennt, der weiß, dass der Anflug ähnlich wie der auf Hongkong Kai Tak abläuft. Eine scharfe Rechtskurve direkt auf die Berge zu, dann am Bergkamm entlang in einem steilen Winkel hinab auf eine sehr kurze Landebahn, die teilweise auf Stelzen 30 Meter hoch aus dem Meer ragt. Die Landung ist schon bei gutem Wetter nicht einfach. Und so war es nicht verwunderlich, dass unser Flugkapitän vorab mitteilte, dass er den Anflug auf einen einzigen Versuch beschränken würde. Es war der für uns bislang härteste Aufschlag auf einer Landebahn und - nach der Gesichtsfarbe der Stewardess zu schließen - nicht nur für uns. Der Kapitän kommentierte die letzte Landung eines Flugzeugs an diesem Tag mit dem Worten "Nun ja, a positive landing is always a good thing...". Hauptsache unten. An unserem Rückflug bekamen wir dann mit, was passiert, wenn so eine Landung im letzten Augenblick abgebrochen wird. Ein Flugzeug donnerte mit Vollschub und einem ziemlich steilen Anstellwinkel etwa 10 Meter über die Landebahn und wurde danach nicht mehr gesehen. Bedauerlicherweise war es der Flieger, der uns zurückbringen sollte... |




